Nach dem 2. Weltkrieg

Im nachfolgenden Teil unserer Chronik wollen wir die Zeit nach dem 2. Weltkrieg und bis 1960 Revue passieren lassen. Im Jubeljahr 1982 lagen hierzu teilweise noch Niederschriften vor, die aber leider mittlerweile verloren gegangen sind. Dank der rührigen Mithilfe etlicher Bürger, konnte aber vor allem unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg; die „Dörpsremmel“ auch Huchem-Stammeln ließen es sich nicht nehmen, in den letzten Kriegsjahren zu feiern.

Wie bereits erwähnt ließen es sich die Maijungs aus Huchem-Stammeln auch in denkbar schlechtesten Zeit nicht nehmen „ihr Maifest“ zu feiern. Man schrieb das Jahr 1944, als sich Peter Müller in kleinem Kreise die Maikönigswürde ersteigerte und Ketchen Abschlag (heute Ketchen Weyer) zu seiner Königin ernannte. Das Maifest wurde in der Gaststätte Briskot gebührend gefeiert. Gerne erinnert man sich an die musikalische Untermalung, die mittels einer Ziehharmonika, Waschbrett, Gläser und Löffel gestaltet wurde.

In eine glimpfliche Situation kamen die Jungmänner der Maigesellschaft im Jahre 1946. Der Kreis Düren war seinerzeit von belgischen Truppen besetzt, wobei um 21:00 Uhr Zapfenstreich war und der Huchem-Stammelner das Haus nicht mehr verlassen durfte. Leider aber konnten sich die Stammelner „Maifreier“ nur schwer von ihren Bräuten trennen und mussten so den Nachhauseweg zu verbotener Zeit antreten. Die plötzlich auftauchende Militärpolizei jedenfalls beförderte gleich reihenweise Mitglieder der Gesellschaft, unter ihnen auch der damalige König Willy Grohs, ins Gefängnis. Unter dem Vorwand, dass alle jungen Männer zu Feldarbeiten benötigt würden, gelang es jedoch Christian Collas, die Maifreier bereits am nächsten Tag wieder frei zu bekommen.

Aus den ersten Nachkriegsjahren konnte Heinz Linnartz aus Aachen vieles erzählen. Unter seinem liebevollen Spitznamen „de Öcher Hein“ hatte er sich seinerzeit schnell das Zutrauen der Junggesellen des Ortes erworben und man übertrug ihm in den Jahren 1946, 1947 und 1948 den Vorsitz der Gesellschaft. „De Öcher Hein“ erinnerte sich ebenfalls an hervorragend dekorierte Bälle im Saal Briskot. Nach dem Maifest des Jahres 1948 verließ Heinz Linnartz „seine Gesellschaft“ und Huchem-Stammeln, auf Grund der besseren Versorgungslage, wieder kehrte in seine „Wahlheimatstadt Aachen“ zurück. Er behielt Huchem-Stammeln jedoch in der denkbar besten Erinnerung; wenig später nämlich heiratete er seine letzte Maibraut Käthe Nüsser. Wie sehr sich „de Öcher Hein“ mit Huchem-Stammeln verbunden fühlte, kommt später in dieser Chronik nochmals zum Ausdruck.

In den Folgejahren und bis 1960 kann von kontinuierlichen Festfolgen der Maigesellschaft berichtet werden. Alljährlich wurden Maiversteigerungen, Festzüge und Maibälle veranstaltet. Maikönigspaare fehlen lediglich für die Jahre 1951, 1954 und 1957. Vermutlich kann davon ausgegangen werden, dass auch intensiver Recherchen nicht mehr zu ermitteln.

Den Überlieferungen zu Folge, soll Huchem-Stammeln 1950 den größten und buntesten Umzug der Vereinsgeschichte erlebt haben. Der Huchem-Stammelner Maikönig Peter Noppen aus „Selhausen“ wurde nicht nur vom gesamten Ort Selhausen in den Casinofestsaal begleitet. Zahlreiche bundgeschmückte Fahrräder säumten zudem den Zugweg. Im Übrigen gab es für das am schönsten geschmückte Fahrrad einen Preis zu gewinnen. Das nachfolgende Foto zeigt einen kleinen Ausschnitt aus diesem Maiumzug.

Umzug 1950

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